Andreas Oettel – Geschäftsführer der BBU ’01 GmbH – Geschäftsführer der OrangeCampus GmbH- Vizepräsident der Arbeitsgemeinschaft Basketball Bundesliga (AG BBL)

war am 18. März 2025 zu Gast bei RoC45. Für ihn beginnt Regelbewusstsein mit der Akzeptanz einer Regel, wobei entscheidend ist, wer sie erlässt. Im Sport sind es oft ehemalige Aktive, Schiedsrichter oder Trainer, die als Funktionäre sicherstellen, dass die Wirkung einer neuen Regel von vornherein abgeschätzt werden kann. Dennoch gibt es auch in Sportverbänden Fehlentwicklungen. Als Beispiel nannte Andreas Oettel die komplexen Nachhaltigkeitsregeln in der Basketball Bundesliga, die insbesondere für einen Sport mit einem ohnehin hohen gesellschaftlichen Engagement zu aufwendig seien. Weniger Regeln bedeuten mehr Eigenverantwortung – und Vertrauen. Wer sich kennt, braucht weniger Regeln. Wenn das persönliche Wissen über den anderen fehlt, sind klare Vorgaben notwendig. Deshalb kann auch nicht jeder gleichbehandelt werden.

Welche Regel würde Andreas Oettel sofort abschaffen?
Auf Landesebene: die Komplexität des Steuerrechts zugunsten einer Flattax. Im Basketball: die Regel, dass ein Schiedsrichter eine Foul-Entscheidung nicht an Hand des Videobeweises abschwächen oder aufheben kann.